Die Bundesärztekammer veröffentlichte in einer Pressemitteilung zum Abschluss der Befragungsphase die Teilnahmequoten der Ärztekammern, die an der Studie teilgenommen haben.
Evaluation der Weiterbildung: Erfolgreicher Abschluss der ersten Projektphase
Fast 30.000 Ärztinnen und Ärzte haben im Rahmen einer Online-Umfrage Auskunft über die Situation der Weiterbildung in Deutschland gegeben. Das Webportal des von der Bundesärztekammer und den Landesärztekammern getragenen Evaluations-Projekts wurde am 20. September geschlossen. Damit endete die Befragungsphase der im Juni 2009 gestarteten Studie zur Qualität der Weiterbildung in Deutschland.
An der Befragung haben sich bundesweit 9.876 von 16.343 Weiterbildungsbefugten beteiligt. Dies entspricht einer äußerst erfreulichen Teilnahmequote von mehr als 60 Prozent.
Geäußert haben sich bundesweit 18.858 von 57.564 Ärztinnen und Ärzte, die sich in Weiterbildung bei den genannten 9.876 Befugten befinden. Dies entspricht einer Teilnahmequote von 32,76 Prozent. Die Gründe für die relativ zurückhaltende Beteiligung der jungen Ärztinnen und Ärzte werden im weiteren Projektverlauf untersucht. An der gemeinsamen Studie haben sich 16 der 17 Ärztekammern (ohne Sachsen) beteiligt. Mit den Befragungsergebnissen soll eine Strategie entwickelt werden, wie die Qualität der Weiterbildung für die Zukunft gesichert und verbessert werden kann. Mit den gewonnenen Erkenntnissen soll dem zunehmenden Ärztemangel in Deutschland sowie der Abwanderung junger Ärztinnen und Ärzte in andere Berufsfelder oder ins Ausland entgegengewirkt werden.
In der nächsten Phase erfolgt die wissenschaftliche Auswertung der erhobenen Daten. Hiermit ist die renommierte Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ) beauftragt, die seit ca. 15 Jahren eine entsprechende Umfrage der Schweizer Ärztekammer begleitet. Die Ergebnisse werden fachgruppenbezogen in Form von Mittelwerten auf Bundes- und Landesebene dargestellt. Die im Januar 2010 vorliegenden Auswertungen sollen erstmals objektive Vergleichsmöglichkeiten schaffen und Transparenz über die Weiterbildungssituation herstellen.
| Rücklaufquoten Weiterbildungsbefugte (WBB) |
| Ärztekammer |
Anzahl WBB |
Rücklaufquote WBB |
Rücklaufquote WBB in Prozent |
| Schleswig-Holstein |
573 |
440 |
76,79 |
| Westfalen-Lippe |
1.395 |
1.062 |
76,13 |
| Bremen |
179 |
133 |
74,30 |
| Bayern |
2.458 |
1.825 |
74,25 |
| Mecklenburg-Vorpommern |
396 |
261 |
65,91 |
| Saarland |
254 |
163 |
64,17 |
| Nordrhein |
1.904 |
1.177 |
61,82 |
| Brandenburg |
588 |
353 |
60,03 |
| Thüringen |
526 |
307 |
58,37 |
| Berlin |
528 |
308 |
58,33 |
| Sachsen-Anhalt |
548 |
318 |
58,03 |
| Niedersachsen |
1.615 |
901 |
55,79 |
| Hamburg |
500 |
273 |
54,60 |
| Baden-Württemberg |
2.495 |
1.342 |
53,79 |
| Rheinland-Pfalz |
945 |
489 |
51,75 |
| Hessen |
1.439 |
524 |
36,41 |
| Deutschland |
16.343 |
9.876 |
60,43 |
| Rücklaufquoten Ärztinnen und Ärzte, die sich in Weiterbildung befinden (WBA) |
| Ärztekammer |
Anzahlgemeldeter WBA |
Rücklaufquote WBA |
Rücklaufquote WBA in Prozent |
| Bremen |
769 |
346 |
43,47 |
| Mecklenburg-Vorpommern |
1.315 |
515 |
39,12 |
| Brandenburg |
1.562 |
591 |
37,84 |
| Sachsen-Anhalt |
1.602 |
582 |
36,33 |
| Thüringen |
1.663 |
603 |
36,26 |
| Westfalen-Lippe |
5.471 |
1.976 |
36,12 |
| Schleswig-Holstein |
2.376 |
848 |
35,69 |
| Nordrhein |
7.102 |
2.442 |
34,38 |
| Hamburg |
1.746 |
562 |
32,19 |
| Bayern |
10.640 |
3.389 |
31,85 |
| Berlin |
2.177 |
682 |
31,33 |
| Baden-Württemberg |
8.650 |
2.700 |
31,21 |
| Saarland |
953 |
286 |
30,01 |
| Rheinland-Pfalz |
2.924 |
864 |
29,55 |
| Niedersachsen |
5.183 |
1.531 |
29,54 |
| Hessen |
3.404 |
941 |
27,64 |
| Deutschland |
57.564 |
18.858 |
32,76 |
Berlin, 25.09.2009
Quelle: Pressemitteilung der Bundesärztekammer
Die Daten der Befragung der Weiterzubildenden als Mittelwerte auf Landes- und Bundesebene in Form
eines Landes- beziehungsweise Bundesrapportes können Sie hier abrufen.
Bundesrapport
Länderrapport der Landesärztekammer Brandenburg
Ab 22. März 2010 stehen die "Individuellen Befugten-Berichte" für diejenigen Weiterbildungsstätten zur Verfügung, welche mindestens vier Weiterzubildende aufweisen, die sich in genügender Anzahl beteiligt sowie ihre Zustimmung zur Verwendung ihrer Angaben erteilt haben. Außerdem müssen die Assistenzärzte mindestens zwei Monate an der Weiterbildungsstätte gearbeitet haben.
Die detailliertere Ergebnisse sind über das bekannte EVA-Portal abrufbar.