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Belichtungskorrektur mit Hilfe der Belichtungspunkttheorie

Bei vielen Betreibern von Röntgeneinrichtungen besteht das Problem, das die kV - Werte für bestimmte Organgruppen zu niedrig gewählt werden. Dies trägt zu einer höheren Strahlenexposition des Patienten bei. Der Grund hierfür ist die Strahlenqualität. Durch Erhöhung der kV-Einstellung erhöht sich die Strahlenqualität (Aufhärtung) was zu einem Sinken der Absorption der Strahlung durch den Patienten führt. Um jedoch die opt. Dichte in einem diagnostisch optimalen Bereich zu halten, muss je nach kV-Erhöhung der mAs-Wert korrigiert (gesenkt) werden . Auf der internationalen Belichtungsskala bedeutet der Schritt von einem mAs-Wert zum nächsten ungefähr 1 Belichtungspunkt (BP). Davon ausgehend können Korrekturen mit der mAs-Regelung auf Grund der Änderung folgender Parameter vorgenommen werden: kV, FFS

Regel: im mittleren Bereich der kV-Werte bedeuten 10 kV~3 BP oder 3kV ~ 1BP

 

40

50

60

70

80

90

100

110

125

kV

\

/ \

/ \

/ \

/ \

/ \

/ \

/ \

/

6

5

3

2.gif (78 Byte)

3

2.gif (78 Byte)

3

2

1

1

BP

mittlerer

Bereich

Dies bedeutet, z.B. eine Änderung von 10 kV bedarf einer Verringerung der mAs-Einstellung von 3 Stufen nach unten, um die selbe opt. Dichte zu erhalten. Im unteren Bereich z.B. kleine Knochen (40-50 kV) müsste schon bei einer Änderung von 5 kV eine Korrektur des mAs-Wertes um 3 Stufen durchgeführt werden.

Regel: Ein 200. Film-Folien-System (FFS) zu Grunde legend bedeutet eine Empfindlichkeitserhöhung bzw. -verringerung folgende BP-Änderung

 

2.gif (78 Byte)

FFS grünempfindlich:

Empfindlichkeit:

800

400

200

100

Gradual (200-400)

BP

- 3,5

-2

0

+ 3

0

Dies bedeutet, dass durch Einsatz ( z.B. in der Kinderradiologie) einer 400. Folienempfindlichkeit anstelle einer 200. Folienempfindlichkeit die Belichtung um 2 BP sinkt, welches 50 % des mAs Produktes sowie der Dosis bedeuten (bei grünempfindlichen Systemen).

Die angegebenen Werte sind Richtwerte, die aufgrund der unterschiedlichen Technik noch präzisiert werden sollten. Das Optimum der Belichtung sollte nach Anwendung der BP-Theorie durch die erfahrene Röntgenassistentin gefunden werden.

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