"Wenn wir die flächendeckende medizinische Versorgung in Brandenburg sicherstellen wollen, müssen wir endlich auch Ärztinnen und Ärzte hier im Land ausbilden", fordert Dr. Udo Wolter, der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg.
"Wir zwingen unsere Abiturienten, die Medizin studieren wollen, dazu, Brandenburg zu verlassen und hoffen dann, dass sie fertig ausgebildet wieder zurückkommen." Diese Rechnung ginge aber nicht auf. Brandenburg, neben Bremen das einzige Bundesland ohne eigene medizinische Fakultät, hat die geringste Arztdichte der ganzen Bundesrepublik.
"Wo Ärzte fehlen, wandern schnell auch andere gut qualifizierte Menschen ab. Wir müssen verhindern, in einen Teufelskreis der Abwanderung zu geraten", so Dr. Wolter weiter.
Dazu sei außerdem die Zusammenarbeit aller Akteure in der Gesundheitsversorgung gefragt, erklärte er anlässlich des "Sommerfestes der Heilberufskammern des Landes Brandenburg", das am 7. Juni erstmalig in der Potsdamer Geschäftsstelle der Landesärztekammer stattfand.
Die Veranstaltung dokumentiert auch das Bestreben der Landesärztekammer, künftig noch stärker in den Dialog mit gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Bundesebene zu treten. Das Parlament der Landesärztekammer hatte im April einen Ausbau ihrer Präsenz in Potsdam bei gleichzeitigem Erhalt der Geschäftsstelle Cottbus beschlossen. "Mit dieser Doppellösung bieten wir unseren Mitgliedern einen besseren Service mit erheblich kürzeren Wegen", so Dr. Wolter.
Potsdam, 08.06.2012
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