Auch im Jahr 2011 hat sich die Zahl der in Brandenburg ansässigen Mediziner erhöht. Insgesamt waren zum Jahresende 11.984 Ärzte im Melderegister der Landesärztekammer eingetragen - das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,6 Prozent. Zuwächse gab es vor allem bei den Praxisgemeinschaften, den Medizinischen Versorgungszentren und den pensionierten Medizinern. Die Zahl der Privatpraxen ging dagegen um 8,2 Prozent zurück. Die Arztdichte veränderte sich im Vergleich zu 2010 von 294 auf 290 Einwohner pro berufstätigem Arzt an.
Trotz Zuwachs herrscht Ärztemangel
Ungebrochen ist der Anstieg der Zahl der Mediziner, die nicht mehr im Berufsleben stehen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich ihr Anteil um weitere 2,9 Prozent auf nunmehr 3.059 Personen. "Wir kennen das schon seit Jahren: Viele Ärztinnen und Ärzte, die in einem anderen Bundesland oder im Ausland gearbeitet haben, weil die Bedingungen dort viel besser sind als in Deutschland, kommen nach Brandenburg zurück, wenn sie in Rente gehen. Hinzu kommt der demografische Wandel. Ältere Menschen müssen öfter zum Arzt als junge. Das erklärt, warum trotz leicht steigender Gesamtzahlen Ärzte fehlen. Gerade der Mangel an Nachwuchskräften macht uns dabei große Sorgen", erklärt Dr. Udo Wolter, der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg. Tatsächlich stieg die Zahl der Gemeldeten ohne ärztliche Tätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf 3.341 Personen an. Neben den Rentnern zählen dazu unter anderem Mediziner, die einer berufsfremden Tätigkeit nachgehen oder arbeitslos sind.
Stationärer Bereich wächst
Im Bereich der berufstätigen Mediziner ging wie schon 2011 der Großteil des Zuwachses auf das Konto des stationären Bereichs. Er legte um 2,6 Prozent zu. Damit sind 4.552 Mediziner an den brandenburgischen Kliniken beschäftigt - 116 mehr als noch vor einem Jahr. "Bei allen Problemen ist das eine Zahl, die Anlass zum Optimismus gibt. Die Kliniken haben erkannt, dass sie auf den Medizinernachwuchs angewiesen sind und investieren mehr und mehr in die Weiterbildung", kommentiert Dr. Wolter. Dagegen wuchs der ambulante Bereich lediglich um 0,4 Prozent auf insgesamt 3.523 Mediziner.
Die vollständige Statistik finden Sie unter:
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Cottbus, 01.02.2012
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