Presse

Aut-idem-Regelung - Patienten werden verunsichert

[25.02.02] Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg und der Landesärztekammer Brandenburg

Potsdam. Als überstürzt und unvorbereitet bewerten die Landesärztekammer Brandenburg und die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg die Einführung der "Aut-idem-Regelung" zum 23. Februar diesen Jahres. Sie beinhaltet, dass ab sofort der Apotheker unter wirkstoffgleichen Arzneimitteln und reinen Kostenaspekten das konkrete Medikament auswählen kann. Vorausgesetzt, der Arzt hat ihm diese Möglichkeit nicht ausdrücklich ausgeschlossen und dies auf dem Rezept auch so vermerkt.

Dies sei ein weiterer Beleg dafür, wie das Bundesgesundheitsministerium mit hektischem Aktionismus versuche, Geld zu sparen, stellen Landesärztekammer und KV Brandenburg fest. Die Politik scheint der Meinung zu sein, dass gerade das Billigste gut genug für die Patienten sei. Sowohl die verordnenden Vertragsärzte als auch die Patienten würden durch diese Neuregelung hochgradig verunsichert. Es gebe noch nicht einmal neue Rezepte, auf denen der Arzt eine solche Substitution untersagen kann.

Landesärztekammer und KV Brandenburg stellen fest:

  • Durch die sich jetzt ergebenden ständigen Änderungen in der Arzneimittelabgabe werden die Patienten stark verunsichert!
  • Durch die sich fast nur noch am Preis orientierende Verordnung wird das Arzt-Patienten-Verhältnis enorm belastet!

Die körperschaftlichen Vertretungen der Ärzteschaft im Land Brandenburg warnen nochmals mit allem Nachdruck vor den Gefahren einer nicht vom Arzt geprüften Arzneimitteltherapie. Jeder Patient ist gut beraten, im Falle der Abgabe eines anderen Arzneimittels durch die Apotheke seinen Arzt zu konsultieren.

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