Präsident Dr. Udo Wolter würdigte den Mediziner Dr. Reinhold Schrambke im Rahmen der Kammerversammlung für seine Verdienste um die brandenburgische
Ärzteschaft und verlieh ihm im Beisein von Gesundheitsministerin Anita Tack die Ehrennadel der Landesärztekammer.
Die Verleihung erfolgte auf Beschluss des Vorstandes der Landesärztekammer Brandenburg, in Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement für die Ärzteschaft in Brandenburg. Mit der Verleihung der Ehrennadel wurde in würdiger Form eine Urkunde überreicht. Im Anschluss der Verleihung schrieb sich Dr. med. Udo Wolter in das Ehrenbuch der Landesärztekammer Brandenburg ein.
Die vom Präsidenten, Dr. med. Udo Wolter, zu Ehren Herrn Dr. med. Reinhold Schrambke vorgetragene Laudatio hatte folgenden Wortlaut.
Sie, lieber Kollege Schrambke, haben
sich bereits früh für eine Tätigkeit als
Hausarzt entschieden. Nach Abschluss
einer Lehre als Augenoptiker und Erlangung
der Hochschulreife auf dem
zweiten Bildungsweg haben Sie in
Leipzig Medizin studiert.
Nach der Approbation als Arzt 1969
und Promotion zum Dr. med. mit dem
Thema "Präseniler Katarakt" begannen
Sie die Facharztausbildung nicht
zum Augenarzt, sondern zum Facharzt
für Allgemeinmedizin, die Sie 1974 erfolgreich
abschlossen. Etappen in Ihrer
beruflichen Laufbahn waren Tätigkeiten
in der Allgemeinarztpraxis Basdorf,
als Leiter des Land- und Lehrambulatoriums
Groß-Schönebeck, bis Sie kurz
nach der Wende die eigene Niederlassung
am 30.12.1990 in Groß-Schönebeck
anstrebten und bis heute inne
haben.
Bereits zu DDR-Zeiten haben Sie Ihr
Fachgebiet - die Allgemeinmedizin -
mitgestaltet und gefördert. Sie hatten
einen Lehrauftrag an der Bezirksakademie
Gesundheitswesen Leipzig, waren
Sekretär der Gesellschaft für Allgemeinmedizin
im Bezirk Frankfurt/Oder.
In den Jahren 1986-1990 haben Sie 8
Veröffentlichungen und 145 Vortragsmanuskripte
zu Themen der Allgemeinmedizin
erarbeitet.
Nach der Wende blieben Sie, lieber
Kollege Schrambke, Ihrem Fachgebiet
treu. Seit 1991 bis heute sind Sie Mitglied
des Prüfungsausschusses Allgemeinmedizin
der Landesärztekammer
Brandenburg. Sie erhielten die Weiterbildungsbefugnis
für Ihr Fachgebiet
und bildeten junge Kolleginnen und
Kollegen weiter.
Sie wurden Gutachter und Kursleiter
für Allgemeinmedizin der Landesärztekammer
Brandenburg und sind seit
2004 stellvertretender Vorsitzender der
Akademie für ärztliche Fortbildung.
Hier haben Sie vielfältige Aufgaben
absolviert, aber ich glaube, worauf Sie
besonders stolz sind und Ihre Kolleginnen
und Kollegen Allgemeinmediziner
auch, war die Planung, Organisation
und Durchführung der Hausarztforen,
die im Frühjahr und als Wiederholung
im Herbst in Neuruppin stattfinden.
2011 haben wir das 6. Hausarztforum
erlebt und das 7. für das nächste Jahr
ist in Arbeit.
Eine weitere wichtige Säule ist
die Arbeit für die Etablierung der
Palliativmedizin in Brandenburg. Sie
sind Gründungsmitglied der Akademie
für Palliative Care und Mitglied des Kuratoriums,
außerdem sind Sie Mitglied
des wissenschaftlichen Beirates der
Akademie für Palliative Care Brandenburg.
Sie sind Kammerversammlungsdelegierter
seit 2008 und Mitglied der Vertreterversammlung
der KVBB. Sie sind
selbstverständlich auch dabei, als sich
ein eigenständiger Hausärzteverband
Brandenburg e.V. 2011 gründet.
Sie sind sowohl in der Landesärztekammer
Brandenburg aktiv im Ausschuss
Weiterbildung, als Initiator der
Weiterbildungstage Allgemeinmedizin
und in der Akademie für ärztliche Fortbildung
als auch in der KVBB im beratenden
Fachausschuss Hausärzte.
Lieber Kollege Schrambke, die Landesärztekammer
Brandenburg ist Ihnen
aufrichtig zu Dank verpflichtet
für Ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit
zum Wohle der Ärzteschaft in
Brandenburg.
Cottbus, den 26.11.2011
Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg
Der Präsident