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Brandenburg wirbt um österreichische Mediziner

In Innsbruck, Graz und Wien fanden vom 21. bis 23. April 2008 Informations- und Werbeveranstaltungen statt. Ziel war es, Ausbildungsassistenten und Fachärzte für Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zu gewinnen.

Seit einigen Jahren entsteht in Österreich ein Ausbildungsstau für Ärzte nach Beendigung des Hochschulabschlusses, so dass es nicht selten zwei bis drei Jahre dauert, bis eine ärztliche Tätigkeit aufgenommen werden kann.

Auf Anregung der österreichischen Ärztekammer, unterstützt durch eine professionelle Beratungsfirma, bemüht man sich, bei gleichzeitigem Ärztemangel in den neuen deutschen Bundesländern, einen Ausgleich zu schaffen.

Den möglichen neuen Kollegen wurden das Leben, Lernen und Arbeiten in den neuen Bundesländern erläutert, die kulturelle Vielfalt, Freizeitnutzung und sportlichen Möglichkeiten dargestellt. Es wurden die Arbeitsbedingungen in unseren modernen Krankenhäusern, die Weiterbildungsordnung, die Bezahlung und Arbeitszeit demonstriert.

Die relativ einfachen Zulassungsbedingungen für Studienabgänger, Turnusärzte - entspricht unserem Facharzt für Allgemeinmedizin - sowie Ärztinnen und Ärzten mit abgeschlossener Ausbildung wurden vom Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern und der österreichischen Ärztekammer erläutert.

Interesse für Arbeit in Ostdeutschland vorhanden

Etwa 270 Interessenten stellten sich an allen drei Standorten vor. Es erfolgte eine individuelle Information und Beratung durch teilnehmende Krankenhäuser, Landesärztekammern und Krankenhausgesellschaften sowie Sozialministerien aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Feste Verträge konnten zwar aufgrund der gegebenen Situation nicht abgeschlossen werden. Das große Interesse des angesprochenen Personenkreises lässt auf eine positive Entwicklung hoffen. Die für 2009 geplante Fortführung der Werbung sollte auch weiter durch die Landesärztekammer Brandenburg unterstützt werden.

Autor: Bernd Sykura

Hintergrund:

Eine Vereinbarung zur Ärztegewinnung haben Anfang Juni die Österreichische Ärztekammer und das brandenburgische Gesundheitsministerium unterschrieben. Ziel dabei ist es, die Zusammenarbeit beider Ausbildung und Beschäftigung von Ärzten aus dem jeweils anderen Land zu intensivieren. Laut der Kooperationsvereinbarung sollen Absolventen eines Medizinstudiums aus Österreich und Brandenburg der gleiche Zugang zu Fort- und Weiterbildung und dieselben Bedingungen gewährt werden wie Absolventen aus dem eigenen Land.

Der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, Dr. Udo Wolter, begrüßt die Vereinbarung: "Das ist ein wichtiger Schritt für die Verbesserung der medizinischen Versorgung in unserem Bundesland."

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