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Kammerpräsident fordert von Bundesministerin Chaos-Intervention gegen Patientenverunsicherung

Aus dem Brief von Dr. U. Wolter, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, an Bundesgesundheitsministerin Frau Ulla Schmidt vom 25.02.2002.

Seit dem 25. Februar 2002 ist die "Aut-idem-Regelung", die im Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetz verankert ist, in Kraft.

Der Präsident macht darauf aufmerksam, dass dem Ministerium sicher bekannt ist, dass es hierzu keine neuen Rezeptformulare gibt. Er habe höchste Bedenken, dass durch diese unsorgfältige Vorbereitung Verunsicherungen für unsere Ärzteschaft eintreten, die sich bis auf den Patienten auswirken können.

Während bisher durch Ankreuzen auf den Rezepten die "Aut-idem-Regelung" gilt, muss bei Auswahl unter wirkstoffgleichen Arzneimitteln gerade dieses Feld durchgestrichen werden. Damit erhält die bisherige Regel eine gegenteilige Aussage.

Hier fehlen vernünftige Übergangsbestimmungen, hier fehlt eine vernünftige Vorbereitung, hier fehlen ordentliche Voraussetzungen.

Das Chaos der Vorbereitung setzt sich dadurch fort, dass eine entsprechende Liste der Medikamente aus dem unteren Preisdrittel für den behandelnden Arzt und den Apotheker nicht vorliegt und sie damit diese Vorschrift gegenwärtig nicht erfüllen können.

  1. Die Landesärztekammer Brandenburg protestiert auf das Schärfste gegen diese unprofessionelle Vorbereitung und Durchsetzung gesetzlicher Regelungen, die die Ärzteschaft verunsichert und die Patienten verängstigen muss.
  2. Die Landesärztekammer protestiert im Namen ihrer Ärzteschaft gegen die Beschneidung ihres Medikationsrechtes durch die "Aut-idem-Regelung" und weist nachdrücklich darauf hin, dass auch der Arzt nur für das haften kann, was er beeinflussen kann.

Er bittet umgehend um die Herstellung einer ordnungsgemäßen Rechtslage im Interesse der Patienten und der brandenburgischen Ärzteschaft.

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