Panoramabild der Kammer

Cottbus

wird 1156 als Marktflecken erwähnt

Der Name Cottbus soll seinen Ursprung in der Zusammensetzung der beiden Wörter "choiza" die Kiefer und woz" die Überfahrt haben. Chotiboz wird 1156 als Marktflecken erwähnt und besitzt Kirche und Marktrechte "ecclesia et mercatus".

1290 gründet Richard I. von Cottbus das Franziskanerkloster. Die Klosterkirche mit Grabstein des 1307 verstorbenen Fredehelms von Cottbus ist bis heute zu besichtigen. Das Wappen der Stadt, ein roter Krebs mit roter Burg auf weißem Grund geht auf die aus Franken stammenden Herren von Cottbus zurück. Die Burg soll die Wehrfähigkeit der am Spreeübergang gelgenenen Siedlung symbolisieren.

Die im 14. Jahrhundert fertiggestellte Oberkirche, eine spätgotische Hallenkirche, ist dem Heiligen Nikolaus – Schutzpatron der Fischer und Reisenden – gewidmet. Sie wurde im 2. Weltkrieg stark beschädigt.

Reste der Stadtbefestigung sind das im 15. Jahrhundert erbaute Spremberger Tor, Wahrzeichen von Cottbus, und der Münzturm.

Seine erste Blütezeit erlebte Cottbus im 16. Jahrhundert, als die brandenburgischen Kurfürsten zahlreiche Voraussetzungen für die Entwicklung von Handel und Gewerbe schufen. Bierbrauerei, Kornbrennerei, Tuch- und Leinwandherstellung brachten der Stadt bescheidenen Wohlstand. Unter der Regentschaft des Großen Kurfürsten kamen Hugenotten ins Land und gründeten in Cottbus eine eigenständige französische Kolonie. Die Region verdankt ihnen die Entwicklung von Tabakanbau- und bearbeitung, Strumpfweberei, Lohgerberei und Konditorei. Bis 1714 errichteten die Hugenotten ein eigenes Gotteshaus, die heutige Schloßkirche in der Spremberger Straße.

Auch an Cottbus gingen die napoleonischen Kriege nicht spurlos vorbei. Als Folge der preußischen Niederlage gehörte Cottbus 1807 bis 1813 zu Sachsen, kehrte mit dem Wiener Frieden 1850 endgültig nach Preußen zurück und wurde mit der Niederlausitz dem Regierungsbezirk Frankfurt der Provinz Brandenburg zugeteilt.

Die um die Jahrhundertwende zunehmende Industrialisierung brachte eine Blütezeit für die Stadt. Cottbus wurde das Zentrum der Niederlausitz. 1914 wurde unter der Leitung von Prof. Carl Thiem das Städtische Krankenhaus, heute Carl-Thiem-Klinikum, eröffnet. Es war damals die größte Krankenanstalt im Regierungsbezirk Frankfurt an der Oder mit den Abteilungen Innere, Kinder- und Nervenkrankheiten, Chirurgie und Orthopädie, Geburtshilfe und Gynäkologie, Ohren-Nasen- und Halskrankheiten, einer physikalisch mechanischen und Bäderabteilung und einer zahnärztlichen Abteilung. Eine Augenklinik und ein medico-mechanisches Institut befanden sich in Privatbesitz. Die Landesversicherungsanstalt unterhielt in Kolkwitz eine Lungenheilstätte.

Den Branitzer Park, eine der bedeutendsten Schöpfungen europäischer Gartenkunst , hat Hermann Fürst von Pückler-Muskau in der Zeit von 1846 bis 1870 geschaffen. Als Orientliebhaber ließ er in dem 90 Hektar großen Gelände eine Land- und eine Seepyramide errichten. Letztere dient ihm und seiner Frau als Grabstätte. Mehr über Fürst Pückler und seine Familie kann man im 1773 im Stil des Spätbarocks errichteten Schloß erfahren. Dort sind auch Werke des Malers Carl Blechen, der in Cottbus geboren wurde, zu besichtigen. Auf dem heutigen Schillerplatz entstand nach einem Entwurf des Berliner Architekten Bernhard Sehring das Stadttheater, das 1908 feierlich eröffnet wurde, und ein in Europa einmaliges Zeugnis des Spätjugendstils ist.

Gleich vor den Toren von Cottbus beginnt der Spreewald, seit 1990 Biosphärenreservat.

Im ca. 20 km entfernten Peitz kann man die nach einem Entwurf von Antonio di Forno 1562 errichtete Festung und die auf Anweisung des Markgrafen Hans 1556 angelegten Karpfenteiche besichtigen.

RSS Newsfeed abonnieren  |  Was ist ein RSS Newsfeed? |  PDF schneller öffnen

RSS Newsfeed
teaser_rss_bg
Zu jeder Zeit abrufbar - verpassen Sie keine Meldung, die veröffentlicht wird. RSS Newsfeed gleich abonnieren...
Externe Links

© 2008 Landesärztekammer Brandenburg

 

Landesärztekammer Brandenburg
Dreifertstraße 12 | 03044 Cottbus (Hauptgeschäftsstelle)
Fon 0355 78010-0 | Fax 0355 78010-1136 | Mail post@laekb.de