Panoramabild der Kammer

Dr. med. Friedhart Federlein

Gründungsmitglieder erinnern sich...

Dr. med. Friedhart Federlein
Facharzt für Kinderheilkunde, Facharzt für Humangenetik,
niedergelassen als Kinderarzt in Frankfurt/Oder

  • seit 1990 ununterbrochen Vorstandsmitglied, 1990 bis 1992 erster Vizepräsident der Landesärztekammer
  • seit 1992 Mitglied des Aufsichtsausschusses der Ärzteversorgung Land Brandenburg

Dr. med. Klaus Freier
Facharzt für Neurologie/Psychiatrie, Facharzt für Radiologie, Facharzt für Neurologie,
Ärztlicher Direktor des Klinikums Frankfurt/Oder und Chefarzt der Klinik für Neurologie

  • 1990 bis 1992 Mitglied des Vorstandes der Landesärztekammer Brandenburg, Mitglied der Kammerversammlung bis heute
    von Anfang an Mitglied, jetzt Vorsitzender des Aufsichtsausschusses der Ärzteversorgung Land Brandenburg

Schon 1989 beteiligten sich drei Frankfurter Klinikärzte, Dr. Friedhart Federlein, Dr. Klaus Freier und Dr. Karl-Ludwig von Klitzing intensiv an der Umgestaltung des alten DDR-Regimes. An den Runden Tisch des Kreises und des Bezirkes beteiligten wir uns als Vertreter des "Neuen Forums" und des "Demokratischen Aufbruchs". Anfang 1990 wurde zum Aufbau von Partnerschaften des Bezirkskrankenhauses eine Rundreise über Minden (Krankenhaus), Düsseldorf (Innenministerium), Bonn (Private Krankenhäuser) und Heilbronn (Städtepartnerstadt von Frankfurt/Oder) durchgeführt. Überall wurden wir freundschaftlich aufgenommen, und man sagte uns große Unterstützung und materielle Hilfe zu, was auch eingehalten wurde. Bei dieser Fahrt trafen wir mit dem Vertreter der Ärzteschaft von Heilbronn Herrn Dr. Dinkel zusammen. Mit ihm führten wir intensive Gespräche und die Freundschaft, die sich entwickelte, führte zu einer festen Bindung zwischen Frankfurt/Oder und Heilbronn. Herr Dr. Dinkel begeisterte uns durch seine Spontaneität, die uns beflügelte. Insbesondere herrschte das sogenannte basisdemokratische Denken vor. Aus diesem "Feuer" entstand im März 1990 die Idee unter den 302 Wahlberechtigten Frankfurter Ärzten, eine Vertretung der Ärzteschaft in Briefwahl zu wählen. Der Aufruf dazu erfolgte im Mai 1990.

Am 5. Juni 1990 wurden die Mitglieder dieses ersten gewählten Gremiums vom Vorsitzenden der Wahlkommission bekanntgegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 75 %. Dieses Gremium begann mit der Erarbeitung eines Kammergesetzes für Frankfurt/Oder, einer Melde- und Beitragsordnung. Außerdem bemühte es sich um die Gründung einer Gesamtvertretung der Ärzteschaft für den ehemaligen Bezirk Frankfurt/Oder.

Gleichzeitig und voneinander unabhängig erfolgten ähnliche Aktivitäten in Cottbus sowie ansatzweise dann auch in Potsdam, die sich dann schließlich im Juli 1990 zu einer Initiativgruppe Ärztekammergründung zusammenfanden. Am 29. September 1990 forderten wir Herrn Dr. Huth in Frankfurt/Oder auf, in Brandenburg eine Kassenärztliche Vereinigung zu gründen. In einer Wahlversammlung wurde eine Initiativgruppe mit den Herren Dr. Huth und Dr. Weinreich gewählt. So waren am Anfang auch gute Voraussetzungen gegeben, die Kassenärztliche Vereinigung in Frankfurt/Oder einzurichten. Aber Kräfte in Potsdam und Bonn ließen das nicht zu.

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