Ab 1. Oktober 2010 war in der Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) die Ausstellung "Ärzte als Künstler" zu sehen. Zum ersten Mal gab die LÄKB künstlerisch tätigen Ärztinnen und Ärzten aus dem Land Brandenburg ein Podium, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Medizin ist eine Kunst - und traditionellerweise eng mit anderen Künsten wie Malerei, Bildhauerei und Musik verknüpft. Im künstlerischen Schaffen finden viele Ärztinnen und Ärzte einen Ausgleich zum Berufsalltag.
Vita: Dr. med. Günter Schulze
"Kunst ist eine nützliche und notwendige Tätigkeit. Die impressionistische
Ausdrucksweise entspricht meiner Kunstauffassung, in der Plastik bedeutet das
Reduktion auf die wesentlichen Strukturen und Ausdruckssteigerung durch
Verknappung, Überhöhung und Deformation."
Geboren 1942 in einer Familie mit einer jahrhunderte alten Töpfertradition. "Mein
Spielzeug stellte ich aus Ton selbst her, mein Spielplatz war dieTöpferwerkstatt, die
Töpfergesellen meine Spielkameraden."
- 1959 bestandene Aufnahmeprüfungen als Maler und Modelleur in der Meißner
Porzellanmanufaktur
- 1962 Abitur und anschließend Medizinstudium
- seit 1969 Arzt in der Frauenklinik des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus
- 1976-2008 leitender Oberarzt
Nebenberuflich kontinuierliche Fortsetzung der künstlerischen Tätigkeit in enger freundschaftlicher Beziehung zu namhaften Bildhauern und Malern (Theo Balden, Ernst Sauer, Günter Friedrich, Walter Heinrich u. a.)
Seit 1974 zahlreiche Ausstellungen- und Beteiligungen in Cottbus, Westerland, Bochum, Dresden, Zielona Gora, Forst, Hoyerswerda u. a.
Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum in Cottbus, Weimar, Wismar, Guben, Aschersleben, Itzehoe (Portraitbüsten und bildnerische Ausgestaltungen).
Nach Beendigung der ärztlichen Tätigkeit hauptberufliche künstlerische Beschäftigung auf dem Gebiet der Malerei und Plastik (Terrakotten).
Vita: Dr. med. Martina Flöter
- 1957 geboren
- 1983 Staatsexamen, Approbation
- 1990 Promotion in Berlin
- Facharzt Frauenheilkunde und Geburtshife in einer Berufsausübungsgemeinschaft
In der Freizeit Beschäftigung mit Malerei und Keramik, (ursprünglicher Studienwunsch Kunst).
Kunst- und Keramikzirkel bei Walter Heinrich, Workshops mit Steffen Mertens und Solveig Bolduan, enge Zusammenarbeit mit der Keramikerin Dagmar Wahlich.
Vita: Dr. med. Sabine Lerche
- 1959 geboren in Erfurt
- 1985 Staatsexamen, Approbation in Leipzig
- 1991 Promotion in Berlin
- Facharzt Allgemeinmedizin in einer Berufsausübungsgemeinschaft
Vita: Dr. sc. med. Meinel
Maler und Augenarzt
Jahrgang 1942
Malt und zeichnet seit seinem sechzehnten Lebensjahr. Frühe Anregung und
Ausbildung durch seinen Onkel, dem Maler Otto Rauner.
Medizinstudium in Jena, gleichzeitig Abendstudium der Malerei in Weimar und
Mitglied der Bezirksförderklasse Malerei und Grafik.
Wichtige Lehrer: Hans Jährling
und Otto Paetz.
Grafikpreis der Becher-Festspiele Jena und Kunstdiplom der Friedrich-Schiller-
Universität Jena.
Schwerpunkte seines Schaffens sind Porträts, Landschaften (vorwiegend Ostsee), Stillleben, llIustrationen und Karikaturen vor allem in Öl, Acryl, Aquarell und grafischen Techniken. "Meinel erfasst Landschafts- und Natureindrücke in Skizzen und Aquarellen. Im Atelier wird vieles davon verdichtet, unterstützt durch sein ausgeprägtes optisches Gedächtnis."
Ausstellungen:
1965, 1967, 1971, 1973 in Jena ,1975 Klingenthal, 1981-1989 Berlin, 1990 Wurz (Oberpfalz), 1991 Leipzig, 1992 Hamburg, 1994 Heidelberg, 1998, 2002 Berlin, 2008 Oranienburg Gesamtkunstwerk Musik und Malerei zusammen mit der Tochter (Opernsängerin). Jährliche Ausstellungen in der eigenen Praxis in Mühlenbeck
Vita: SR Dr. med. Manfred Tarnick
- 1935 geboren in Reichenbach bei Guben, Volksschulbesuch (8. Klasse)
- 1949-1953 Tuchmacherlehrling, Arbeit als Tuchmacher
- 1953-1956 ABF Greifswald, Abitur
- 1956-1962 Medizinstudium HU Berlin und Medizinische Akademie Dresden
- 1963-1964 Pflichtassistent am Kreiskrankenhaus Guben
- 1963 Promotion
- 1964-1967 Facharztausbildung am Bezirkskrankenhaus in Frankfurt (Oder)
- 1967 Facharztprüfung für Haut-und Geschlechtskrankheiten
- bis 1970 Facharzt im Bezirkskrankenhaus Frankfurt (Oder)
- 1971-2000 eigene Hautarztpraxis in Elsterwerda
- Zusatzbezeichnungen "Allergologie" u. "Umweltmedizin"
- Seit April 2001 im Ruhestand.
Ausstellungsbeteiligungen:
Gesamtschule Eisterwerda Biehla; Pionierhaus; 1980,1990 Kleine Galerie Elsterwerda; Akademie der Künste (malende Hautärzte); Kurhaus Bad Liebenwerda Abt. Kultur; Kulturbund Finsterwalde (malende Mediziner); Seit 2002 Laienkunstausstellungen im Museum Finsterwalde. Einzelausstellungen: Baasdorf; Gesellschaftshaus Happens (mit G. Wlachopulos); 1991, 1997 kleine Galerie Elsterwerda; 2005 Kreismuseum Bad Liebenwerda "Blumen, Landschaften, Stillleben."
"Meine Liebe zur Malerei wurde durch den Kunstunterricht an der ABF geweckt. Bekanntschaften mit künstlerisch tätigen Laien und Berufskünstlern sowie Kunstausstellungsbesuche und Kunstliteratur regten mich zum Malen an. Von G. Wlachopulos und HP Bethke und dem Maler Hans Kretschmann wurde mein Interesse zur Malerei besonders gefördert. Praktische Erfahrungen sammelte ich schließlich durch Teilnahme mehrerer Mal-und Zeichenzirkel."
Vita: Dr. med. Marina Brauer
- 1958 geboren in Stendal
- 1983 Staatsexamen, Approbation
- 1990 Promotion in Halle/Saale
- Facharzt Augenheilkunde in eigener Arztpraxis in Cottbus
Künstlerische Tätigkeit als Ausgleich zum Beruf. Teilnahme an verschiedenen Weiterbildungskursen im Kunstmuseum Cottbus.
Vita: Hasmik Hovsepyan
- 1959 geboren in Armenien
- 1977-1982 Medizinstudium, Abschluss: Fachärztin für innere Medizin und Kardiologie
- 1983 Heirat, drei Kinder
- 1995 Umzug nach Deutschland, Aquarellmalerei im Atelier Ararat Haydeyan
- 1999 Fortbildung zur Kunsttherapeutin in Moskau
- seit 2000 Dozentin für den medizinischen Fachbereich in der Torgauer "Heimarer Schule"
- 2006-2008 Ausbildung und Abschluss zur Kunsttherapeutin
- seit 2009 Ärztin im Eibe-Elster Klinikum, psychiatrische Abteilung
Intention "Übliches Gras, unsichtbares Unkraut, ein vom Wind angetriebenes tanzendes und schwingendes Herbstblatt, eine blühende Magnolienknospe, Korn- und Mohnblumen am Feldrand ....
Im Kern ist Hasmik selbst ein Teil der Natur. Sie zeigt uns mit ihrer faszinierenden Aquarelltechnik unter der Musik des Windes tanzende ungesehene Wunder der Natur." (Ararat Haydeyan)