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Konstanzprüfung gemäß DIN 6868 Teil 3

Durchführungshinweise

Im Monat September des Jahres 1995 erschien die überarbeitete Version der seit Juli 1985 geltenden DIN 6868 Teil 3. Ziel bei der Überarbeitung der Norm war es, die Qualitätssicherung auf ein Mindestmaß an Arbeit zu reduzieren, dabei aber die Qualität der Röntgeneinrichtung optimal zu überprüfen.

Die überarbeitete DIN-Norm geht davon aus, dass eine Aufnahme in freier Einstellung pro Röntgenstrahler sowie eine Aufnahme mit Belichtungsautomatik pro Anwendungsgerät ausreichend die Konstanz von Generator, Strahler sowie Anwendungsgerät nachweisen kann.
Für die Standardröntgeneinrichtung (1 Röntgenstrahler; Tisch + Stativ) bedeutet dies, es sind maximal 3 Aufnahmen erforderlich. Der Spannungsbereich der Aufnahmen ist entsprechend des Einsatzgebietes der Röntgeneinrichtung entweder bei 70 oder 100 kV zu wählen. Bei Benutzung beider Spannungsbereiche sollte die Aufnahme mit freier Einstellung der Belichtungswerte bei einer Spannung von 70 kV, die Aufnahmen mit Belichtungsautomatik bei einer Spannung von 100 kV gefertigt werden, Ausnahme ist die überwiegende Nutzung der jeweils anderen Spannung. In der Praxis sieht dies meist so aus, das am Tisch eine Aufnahme mit 70 kV bei freier Einstellung sowie eine Aufnahme mit 70 kV bei Belichtungsautomatik gefertigt wird, am Stativ eine Aufnahme bei Belichtungsautomatik mit 100 kV.

Bei der Auswertung der Prüfkörperaufnahmen sind die zu bestimmenden Parameter pro Aufnahme: die Dosis, die opt. Dichte sowie der Kontrast. Die einzuhaltenden Grenzwerte der Dosis liegen für Aufnahmen mit freier Einstellung und bei 70 kV, mit Belichtungsautomatik bei ± 30% , für Aufnahmen bei 100 kV gefertigt mit Belichtungsautomatik bei ± 25%. Eine Änderung trat hier also nicht ein. Dies betrifft jedoch nur Prüfkörperaufnahmen, welche mit einem der DIN 6868 T. 3 entsprechendem Prüfkörper gefertigt wurden. Für andere Prüfkörperformen ist der Hersteller dafür verantwortlich, die materialabhängigen Dosisgrenzwerte zu benennen. Für Schwächungskörper aus Aluminium 99,5 (fokusnah) mit einer Stärke von 25 mm gilt für die freie Einstellung ± 30%, für 70 kV BLA ± 25% und für 100 kV BLA ± 20%.

Die Grenzabweichung der optischen Dichte beträgt für Aufnahmen, gefertigt mit Belichtungsautomatik sowie freier Einstellung ± 0,3. Grund für diese Änderung ist, dass die Schwankung der Filmverarbeitung aus der Konstanzprüfung Röntgeneinrichtung herauseliminiert werden sollte. Die Unterschiedlichkeit der Belichtung von Sensitometerstreifen und Prüfkörperaufnahmen lässt eine Korrektur von Schwankungen der Filmverarbeitung innerhalb der Konstanzprüfung Röntgeneinrichtung nicht zu. Die Überprüfung der Filmverarbeitung im Zusammenhang mit der Konstanzprüfung Röntgeneinrichtung kann nunmehr wegfallen. Es ist jedoch empfehlenswert bei Überschreitung der Toleranzgrenzen der optischen Dichte bei der Konstanzprüfungen nach DIN 6868 Teil 3 die Filmverarbeitung zu überprüfen. Nur dann ist korrekt auszuschließen, dass die Filmverarbeitung verantwortlich für eventuelle Überschreitung der Toleranzgrenzen ist.

Für den Kontrast wird kein Grenzwert angegeben, da der Kontrast visuell anhand der Kontraststufen des Prüfkörpers auf der Aufnahme beurteilt wird. Sollte sich jedoch eine erkennbare Kontraständerung bemerkbar machen, handelt es sich beim überwiegenden Teil um eine Änderung der Energie der Strahlung, also um eine kV-Änderung. Auch ein deutlich besser werdender Kontrast bedeutet eine Energieänderung, auf die zu reagieren ist. Es ist also auch diesem Auswerteparameter, die ihm zustehende Aufmerksamkeit entgegen zu bringen und das Ergebnis, zu dokumentieren. Die Dokumentation hat sich in der Form bewährt, das für Veränderungen zum schlechteren oder besseren Kontrast ein Minus- oder Pluszeichen, bei gleichbleibenden Kontrast ein Istgleich-Zeichen eingetragen wird.

Weitere Auswertungen betreffen die Seitenabweichung sowie eine Sichtprüfung einer Aufnahme pro Anwendungsgerät.
Die Seitenabweichung ersetzt die bis dahin durchgeführten Messungen der Zentrumsabweichung sowie die Messung der Nutzstrahlenfeldgröße. Die Vorgehensweise der Messung der Seitenabweichung ist der unteren Zeichnung zu entnehmen.

Sinn und Zweck der Sichtprüfung ist es, zu erkennen, dass das Nutzstrahlenfeld der Prüfkörperaufnahmen frei von Störstellen oder Inhomogenitäten ist, wie sie zum Beispiel bei Raster- und Röhrendezentrierungen, Rasterbrüchen oder Folienfehlern auftreten können. Die Dokumentation erfolgt durch Eintragen von "j" für in Ordnung oder "n" für nicht in Ordnung. Um eine ausreichende Kontrolle des benutzten Nutzstrahlenfeldes zu gewährleisten, sollte für jedes Anwendungsgerät, an dem Kassetten einer Größe von 35x35 cm und größer eingesetzt werden, eine Aufnahme mit einer Feldgröße von 26x26 cm gefertigt werden.

Das erforderliche Protokoll für die Dokumentation der Konstanzprüfungen kann der DIN-Norm entnommen werden, anderenfalls muss gewährleistet sein, dass alle vorher genannten Prüfparameter Inhalt des Protokollblattes sind.