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Qualitätssicherung Film-Folien-Systeme

Prüfung von Konstanz und Gleichheit des Verstärkungsfaktors

Zweck dieser Prüfung ist es zu kontrollieren, ob der Dosisbedarf der Film-Folien-Kombination in den Grenzen der Toleranz konstant geblieben ist, und ob alle Kassetten eines Systems nahezu gleiche Empfindlichkeiten aufweisen. Die Prüfung soll alle 5 Jahre durchgeführt werden. Die Durchführung wird vom Sachverständigen innerhalb der Überprüfung nach § 18 Abs. 4 der RöV (5-jährige Wiederholungsprüfung) kontrolliert. Wichtigstes Kriterium bei der Prüfung ist die Stabilität der Schaltwerte der Röntgeneinrichtung und eine stabile Filmverarbeitung. Um Empfindlichkeitsschwankungen, die durch die unterschiedlichen Filmchargen entstehen können zu unterdrücken, wird vom kleinsten Filmformat eine Packung reserviert und für die Prüfung bereitgehalten. Zwei Möglichkeiten zur Überprüfung stehen zur Verfügung. Zum einen ist dies das iterative Verfahren und zum anderen das simultane Verfahren. Es ist der Einfachheit halber das iterative Verfahren zu empfehlen. So kann das Personal jeder Einrichtung diese Prüfung allein und ohne fremde Hilfe durchführen, was natürlich auch eine finanzielle Entlastung für den Betreiber mit sich bringt. Sollte die Prüfung kein nachvollziehbares Ergebnis hervorbringen, besteht immer noch die Möglichkeit einen Techniker oder eine andere Person mit entsprechenden Kenntnissen zu befragen. Erste Empfehlung ist jedoch ein Anruf bei der ÄSQR. Das simultane Verfahren ist mit bedeutend größerem Zeitaufwand und akribischer Genauigkeit beim Umgang mit Film und Folien verbunden. Im Ergebnis kann von einem nur geringfügig genauerem Ergebnis ausgegangen werden. Die Überprüfungen der letzten Jahre zeigten, dass Film-Folien-Systeme stabile Systeme sind, bei denen sich die Empfindlichkeiten der Folien einer Empfindlichkeitsklasse nur sehr geringfügig voneinander unterscheiden. Dies ist auch nach Jahren noch so. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, und gerade die sind es die bei diesem Verfahren regelmäßig ermittelt werden. Um diese "Ausreißer" zu ermitteln ist die Genauigkeit des iterativen Verfahrens ausreichend. Aus diesem Grund beschränkt sich die Beschreibung auf dieses Verfahren. Wenn jedoch das alternative Verfahren angewandt werden soll, ist die ÄSQR natürlich auch hier bereit Hilfestellung zu geben.

Prüfverfahren: iteratives (nacheinander) Verfahren

Wie der Name des Verfahrens schon Auskunft gibt, handelt es sich um die Wiederholung der Belichtung also der nacheinander Belichtung der Kassetten. Die Prüfung wird für jedes System gleicher Empfindlichkeit durchgeführt. Die Kassetten werden alle mit einem Film der reservierten Filmpackung beladen. Da es sich um den kleinsten verfügbaren Film handelt, muss hier mit besonderer Sorgfalt der entsprechende Ort an der der Film lagert beachtet werden. Empfehlenswert ist das Zentrum der Kassette. Auf den Tisch wird eine Bleischürze gelegt, die verhindert das Streustrahlung, welche je nach Kassettenformat unterschiedlich groß ist, den Film zusätzlich belichtet. Auf die Schürze im Zentrum der Belichtung wird die Kassette gelegt und auf die Feldgröße des kleinsten Formates eingeblendet. Der Schwächungskörper für die Konstanzprüfung der Röntgeneinrichtung nach DIN 6868 Teil 3 wird für diese Prüfung ebenso benötigt. Sollte dieser mit der Strukturplatte verbunden sein, ist diese zu entfernen. Der Fokusnahe Schwächungskörper wird in die Röhrenhalterung eingefahren. Der filmnahe Schwächungskörper wird auf Stelzen montiert und über die Kassette gestellt. Die Kupferplatte für die Konstanzprüfung mit 100 kV ist ebenfalls anzubringen. Die Kassetten werden mit ca. 70 kV und einem mAs-Wert belichtet, so das eine opt. Dichte von 1,2 -1,4 entsteht und sofort entwickelt. Die Werte der opt. Dichten werden für die jeweilige Kassettennummer ins Protokoll eingetragen und der Mittelwert aller opt. Dichten ermittelt. Nunmehr wird der Mittelwert mit jedem einzelnen Messwert verglichen. Die Messwerte der opt. Dichte jeder einzelnen Kassette dürfen nicht mehr als 0,2 vom Mittelwert aller opt. Dichten abweichen. Ist dies der Fall, ist die Prüfung abgeschlossen. Sind weitere Folienempfindlichkeiten vorhanden, sind für diese die Prüfungen erneut durchzuführen.

Vorteile des Verfahren:

Die Durchführung des Verfahrens ist so einfach gehalten, das jede Person gleich welcher Qualifikation diese durchführen kann.

Nachteile:

Auf Grund von Schwankungen der Generatordaten kann es zu Schwankungen der Dosis und damit zu unterschiedlichen Belichtungen (opt. Dichte) kommen. Diese sind jedoch erfahrungsgemäß gering. Derartige Schwankungen sollten in Betracht gezogen werden, wenn mehrere Kassetten in unterschiedlicher Weise (­ ¯ ) opt. Dichten aufweisen. In diesem Fall sollte zum simultanen Verfahren übergegangen werden.

Prüfung des Kassettenanpressdruckes

Der Kassettenanpressdruck ist laut DIN 6868 Teil 3 bei Verdacht auf Veränderungen aber mindestens jedoch jährlich durchzuführen. Dagegen sagt die Richtlinie nach § 16 der Röntgenverordnung zur Durchführung von Prüfungen zur Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik aus, dass diese Prüfung nur alle 5 Jahre durchgeführt werden muß. Aus Sicht der ÄSQR sollte der Betreiber den Prüfintervall dem Alter der Folien entsprechend anpassen. Ist bei Neuausstattung der Einrichtung mit Folien eine jährliche Kontrolle wahrscheinlich noch nicht angezeigt, läßt sich nach 5 Jahren jedoch eine nicht jährlich durchgeführte Kontrolle kaum noch rechtfertigen.
Notwenig für diese Prüfung ist eine der DIN 6832 Teil 2 entsprechende Prüfplatte mit einem entsprechenden Prüfgitter. Die Prüfung wird mit jeder Kassette durchgeführt. Zu diesem Zweck wird die Kassette auf dem Tisch in Zentralstrahlmitte ausgerichtet und das Prüfgitter auf der dem Strahler zugewandten Seite der Kassette platziert. Die Fertigung der Aufnahme erfolgt mit Belichtungsdaten, bei denen eine opt. Dichte von ca. 2,4 ± 0,4 errreicht wird.

Weitere Aufnahmebedingungen sind: Brennflecknennwert £ 2,0; Film- Fokus-Abstand ca. 1,5 m und eine Aufnahmespannung von max. 60 kV.

Die so gefertigte Aufnahme wird aus zwei bis drei Metern Entfernung am Schaukasten ausgewertet, wobei darauf zu achten ist, dass die Aufnahme am Schaukasten eingeblendet ist. Beim Betrachten der Aufnahme darf sich kein Dichteunterschied innerhalb der Aufnahme erkennen lassen, des weiteren muß die Gitterstruktur in allen Bereichen der Aufnahme homogen dargestellt werden. Häufigtse Zonen unregelmäßigen Anpressdruckes befinden sich in den Ecken der Folien. Hier ermüdet der teilweise eingesetzte Schaumstoff als erstes. Der Betreiber selbst muß dann beurteilen, ob die Kassette noch am Patienten einsetzbar ist, oder ob die Folien ausgetauscht werden müssen.

Kassettenanpressdruck i.O.

Kassettenanpressdruck i.O.

teilweise fehlender Anpressdruck

teilweise fehlender Anpressdruck