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Außer Kraft - gilt als Vorgabe übergangsweise weiter

Richtlinie der LÄKB über die Eignungsvoraussetzungen für die im Rettungsdienst mitwirkenden Ärzte

Die Kammerversammlung der Landesärztekammer Brandenburg beschloss am 21. November 1998 die Richtlinie zur Erteilung der Fachkunde.

Die Kammerversammlung der Landesärztekammer Brandenburg beschloss am 21. November 1998 die Richtlinie zur Erteilung der Fachkunde.

Aufgrund § 11 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 des Brandenburgischen Rettungsdienstgesetzes vom 8. Mai 1992 (GVBl. I Seite 170) in Verbindung mit § 15 der Verordnung über den Landesrettungsdienstplan des Landes Brandenburg vom 24. Februar 1997 (GVBl. II Seite 106) hat die Kammerversammlung der Landesärztekammer Brandenburg am 21. November 1998 folgende Richtlinie zur Erteilung der Fachkunde "Rettungsdienst" beschlossen.

§ 1
Fachkundenachweis

  1. Ärzte sind gemäß § 6 der Verordnung über den Landesrettungsdienstplan (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg Teil II - Nr. 8 vom 8. April 1997) zur Mitwirkung im Rettungsdienst geeignet, wenn sie für die anfallenden Aufgaben die fachliche und persönliche Befähigung besitzen. Gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 3 dieser Verordnung muß der Notarzt über den Fachkundenachweis "Rettungsdienst" verfügen. Gemäß § 15 dieser Verordnung muß der Leitende Arzt eines Rettungsdienstbereiches über den Fachkundenachweis "Rettungsdienst" und die Qualifikation als Leitender Notarzt verfügen sowie im Notarztdienst tätig sein.
  2. Über die Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen erteilt die Landesärztekammer Brandenburg auf Antrag den Fachkundenachweis. Die Erteilung des Fachkundenachweises sowie die Teilnahme an den Kursen sind gebührenpflichtig.

§ 2
Eignungsvoraussetzungen

  1. Voraussetzungen für die Erteilung des Fachkundenachweises sind:
    1. eine mindestens 18monatige klinische Tätigkeit;
    2. die Teilnahme an interdisziplinären Kursen über allgemeine undspezielle Notfallmedizin von insgesamt 80 Stunden, die durch die zuständige Landesärztekammer anerkannt sind;
    3. mindestens 10 Einsätze im Rettungsdienst mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen unter Leitung eines erfahrenen Notarztes.
  2. Im Rahmen der 18monatigen klinischen Tätigkeit ist eine mindestens dreimonatige ganztägige Tätigkeit in Anästhesie oder Intensivmedizin nachzuweisen. Während der gesamten klinischen Tätigkeit muß gewährleistet sein, daß in dieser Zeit die grundlegenden Kenntnisse und praktischen Erfahrungen in der Therapie vital bedrohlicher Zustände, insbesondere in der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung bedrohter Vitalfunktionen mit den Methoden der Notfallmedizin, wie zum Beispiel sachgerechte Lagerung von Notfallpatienten, Umgang mit Arzneimitteln des Notfallsortiments, Beatmung, Intubation, Defibrillation, Schockbehandlung, Schaffung eines zentralvenösen Zugangs, Pleurapunktion, erworben wurden.

Als Einzelnachweise sind zu führen:
1. 25 endotracheale Intubationen,
2. 20 zentralvenöse Zugänge,
3. 2 Thoraxdrainagen, auch am Phantom möglich,
4. 1 komplexe Reanimation am Phantom.

Der Nachweis der 18monatigen klinischen Tätigkeit sowie der Erwerb der erforderlichen Kenntnisse erfolgt durch ein Zeugnis. Das Zeugnis muß detaillierte Angaben zu dem Erwerb der Kenntnisse, insbesondere zu den unter 1. bis 4. aufgeführten Punkten enthalten.

  1. Die Zulassung zu den unter § 2 Abs. 1 Nr. 2 genannten Kursen erfolgt nach 12 Monaten klinischer Tätigkeit.
    Der Nachweis der Teilnahme an den Kursen erfolgt durch ein Zeugnis/Teilnahmebestätigung des Kursleiters.
  1. Der Nachweis über die Teilnahme am Einsatzpraktikum erfolgt durch ein Zeugnis des Leitenden Notarztes.

§ 3
Fortbildung

Der am Rettungsdienst teilnehmende Arzt ist zur regelmäßigen Fortbildung durch Teilnahme an von der Landesärztekammer Brandenburg anerkannten Fortbildungskursen für Notfallmedizin verpflichtet.

§ 4
Übergangsbestimmung

Ärzte, die vor Inkrafttreten dieser Richtlinie mit der Absolvierung des Kurses im Land Brandenburg begonnen haben, können die Fachkunde nach der Richtlinie vom 07.09.1991 (Brandenburgisches Ärzteblatt 1991, Nr. 11, S. 494) beantragen.

§ 5
Inkrafttreten

Diese Richtlinie tritt am 01.01.1999 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Richtlinie vom 07.09.1991 außer Kraft.

Dr. med. Udo Wolter
Präsident