Systemprüfung fehlgeschlagen!
Diese Website verwendet JavaScript.
In Ihrem Browser ist dies nicht aktiviert.
Oder es kam zu einem Fehler in der Verarbeitung.
In diesem Fall aktualisieren Sie ihren Browser, um die Seite neu zu laden.

Verleihung 2012

Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg für Dr. Manfred Kalz

Die Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg wurde durch den Präsidenten der Landesärztekammer Brandenburg, Herrn Dr. Udo Wolter, an Herrn Dr. Manfred Kalz am 11. Mai 2012 verliehen.

Verleihnung Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg an Herrn Dr. med. Manfred Kalz

Die vom Präsidenten, Dr. med. Udo Wolter, zu Ehren Herrn Dr. med. Manfred Kalz vorgetragene Laudatio hatte folgenden Wortlaut.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
meine sehr verehrten Damen, meine Herren, lieber Manfred Kalz,

der Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg hat auf seiner Sitzung am 30. März 2012 beschlossen, Ihnen aus Anerkennung für Ihr ehrenamtliches Engagement für die Ärzteschaft in Brandenburg die Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg zu verleihen.

Die Biografie von Manfred Kalz, der am 05.12.2012 fünfundsiebzig Jahre alt wird, ist gleichzeitig "eine kurze Geschichte der Zeit", so schilderte es Prof. Dr. Dr. Schmailzl in seiner Festrede zur Verabschiedung von Manfred Kalz aus dem aktiven Berufsdienst der Ruppiner Kliniken.

Am 01.02.1987 nahm er seine Tätigkeit als Chefarzt der Kinderklinik am Bezirkskrankenhaus Neuruppin auf und ist dort zum 31.12.2001 ohne einen direkten Nachfolger ausgeschieden. Und mit dieser Neuruppiner Zeit kam für Manfred Kalz die Wendezeit und die Zeit als Politiker.

Am 10.12.1989 wurde er Mitglied der SPD. Er stand im Frühjahr 1990 neben Willi Brandt in Neuruppin auf der Rednertribüne. Der erste Wahlkampf in der DDR hatte begonnen. Manfred Kalz kandidierte für die Volkskammer und wurde Abgeordneter der SPD vom 18.02.1990 an und vom 03.10.1990 Bundestagsabgeordneter der SPD. Jetzt musste er sich nicht nur für seine kranken Kinder engagieren, sondern sich auch um die Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen kümmern. Es begann mit seinen eigenen. Zunächst wurden alle Chefärzte des Bezirkskrankenhauses gekündigt. Manfred Kalz setzte sich ein und protestierte. Die Kündigung aller Chefärzte wurde zurückgenommen. Am 15.07.1998 trat er aus der SPD aus und engagierte sich fortan politisch in der regionalen Wählergemeinschaft Pro Ruppin.

Bereits sehr früh erkannte er den Marburger Bund als seine Bühne, um die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus zu verbessern. 1993 wurde er Mitglied des Vorstandes Marburger Bund Berlin/Brandenburg. Von 2004 an war er für drei Jahre stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Berlin/Brandenburg. Der Marburger Bund begann bereits 1992 seinen Einfuss in der Landesärztekammer Brandenburg zu stärken. Die Kammerversammlungsdelegierten formierten sich zur Fraktion "Marburger Bund". Hier konnte sich Manfred Kalz mit viel Ideenreichtum und Tatkraft einbringen. Bereits 1998 wurde er Vorstandsmitglied. Selbstverständlich betätigte er sich auch in den Prüfungsausschüssen Kinder- und Jugendmedizin und natürlich in Neonatologie. In der Kammerversammlung war er zuständig für die stationäre Versorgung. Die sich anbahnenden Krankenhausplanungen in Brandenburg mussten begleitet werden. Bettenreduzierungen und Umstrukturierungen standen auf der Tagesordnung. Aber alles musste sozial verträglich geschehen, die Weiterbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen musste weiter strukturiert werden und ungestört ablaufen. Dafür setzte er sich tatkräftig ein.

Ab 1996 wurde er dann Schatzmeister der Akademie für ärztliche Fortbildung der Landesärztekammer Brandenburg und war von 2000 bis 2004 Vorsitzender der Akademie.

Als dann der Versuch unternommen wurde, die Ärzteversorgung Land Brandenburg per Heilberufsgesetz von der Landesärztekammer zu trennen, wurde er wieder aktiv. Nach zähen Auseinandersetzungen mit den Ausschüssen der Ärzteversorgung und in der Kammerversammlung wurde er dann am 18.11.2006 in den Verwaltungsausschuss der Ärzteversorgung und am 13.01.2007 zum Verwaltungsausschussvorsitzenden gewählt.

Er hat am 08.09.2007 deshalb seinen Vorstandsposten verlassen, um die Geschicke der Ärzteversorgung uneingeschränkt leiten zu können. Es verdient unser aller Hochachtung, wie Sie Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten mit hohem Engagement und mit sichtlicher Freude, aber auch unter Zurückstellung privater Interessen ausgefüllt haben und heute noch ausfüllen.

Die Landesärztekammer Brandenburg ist Ihnen aufrichtig zu Dank für nunmehr über 20 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit zum Wohle der Ärzteschaft in Brandenburg verpfichtet. Aus diesem Grund hat der Vorstand der Landesärztekammer entschieden, Ihnen die Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg zu verleihen.

Cottbus, den 11.05.2012
Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg
Der Präsident