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Deutscher Ärztetag 2019

Weit mehr als ein reiner Wahlärztetag!

Potsdam (13.06.2019) – Der Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg wertet die Ergebnisse, Beschlüsse und Anregungen des Deutschen Ärztetages 2019 in Münster im Wesentlichen als Erfolg. Dies erklärten die Mitglieder des Gremiums auf ihrer gestrigen Sitzung (12.06.2019) „Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Anträge der Brandenburgischen Delegierten, welche unter anderem bahnbrechend auf eine notwendige neue Form der Patientenkoordination abzielten und Einschnitte in die Handlungsfähigkeit des Deutschen Ärztetages verhinderten“ betonte Kammerpräsident Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz.

„Mit der Annahme des Antrages über die Patientenkoordination mittels qualifizierten Überweisungsscheines vom Hausarzt zum Gebietsarzt gelang erstmalig eine klare Positionierung des Parlaments der deutschen Ärzteschaft zur notwendigen Patientensteuerung“, fügte Vizepräsident Dr. med. Hanjo Pohle hinzu.

Auch weitere Beschlussanträge, die z. B. eine zu verringernde Arbeitsbelastung und die Resilienzförderung der Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken und im ambulanten Bereich zum Gegenstand hatten, fanden die Zustimmung Brandenburgs. Die brandenburgischen Delegierten unterstützten zudem die Antragsinitiative der Nachbarkammer Sachsen-Anhalt, nach der die Kenntnisprüfungen für Ärzte aus Nicht-EU-Ländern dem dritten Staatsexamen anzupassen sind. Das dient dem Patientenschutz, weil so die gleichen fachlichen Mindeststandards für alle in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte festgeschrieben werden.

Erfolgreich war schließlich ein Antrag aus Brandenburg, der auf eine neue Bestimmung in der Berufsordnung abzielte, nach der ärztliche Vorgesetzte besonders auf die Gesundheit ihrer ärztlichen Mitarbeiter achten müssen. Dies wird jetzt von den zuständigen Gremien der Bundesärztekammer geprüft.

Wegen der Wahl eines neuen Präsidiums der Bundesärztekammer wurde der Münsteraner Ärztetag von Beobachtern im Vorfeld vor allem als Wahlärztetag gesehen. Dank seiner richtungsweisenden Beschlüsse wurde er dann aber weit mehr.