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Resolution der Kammerversammlung am 18.09.2021

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz!

Potsdam (20.09.2021) – In einer Resolution hat die Kammerversammlung der Landesärztekammer Brandenburg am 18.09.2021 erklärt, dass sie die Folgen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung als eine Bedrohung für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger des Landes Brandenburg betrachtet. Dies betreffe sowohl unmittelbare erhöhte gesundheitliche Risiken (u. a. für Allergien, Infektionskrankheiten, Atemwegserkrankungen, Kreislauferkrankungen, Tumorerkrankungen, Hitzefolgen, psychische Erkrankungen) als auch Risiken für sekundäre gesundheitliche Probleme durch soziale Verwerfungen, die als Folge des Klimawandels zu erwarten seien. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass der derzeit beobachtete Klimawandel ganz überwiegend vom Menschen verursacht ist.

Die Kammerversammlung bewerte es somit als Maßnahmen des Gesundheitsschutzes, den Klimawandel zu begrenzen, seine Folgen hinsichtlich der Gesundheit weiter zu untersuchen und medizinische Konzepte für den Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu entwickeln.

Für die Ärzteschaft des Landes Brandenburg begrüßte die Kammerversammlung die ambitionierten Ziele der Bundesregierung für den Klimaschutz, stellte aber gleichwohl fest, dass diese auch im Gesundheitssektor nur mit konkreten Umsetzungspfaden erreichbar sein würden. An medizinischen Konzepten zur Bewältigung gesundheitlicher Folgen des Klimawandels wolle die Landesärztekammer mitwirken.

Die Ärzteschaft fühle sich dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen verpflichtet und wolle sich an konkreten Klimaschutzmaßnahmen in ihrem Wirkungsbereich beteiligen. Da der Gesundheitssektor relevanter Mitverursacher von Umweltbelastungen ist (z. B. für 3 – 5 % der schädlichen Treibhausgasemissionen, für einen erheblichen und z. T. noch unreflektierten Wasserverbrauch sowie für große, z. T. giftige und häufig ungetrennte Abfallmengen) sei, wollen Ärztinnen und Ärzte die Umsetzung von Maßnahmen unterstützen und fördern, die zum Übergang der Nutzung regenerativer Energien und zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen (Müllvermeidungs- und Energiesparkonzepte) im Gesundheitswesen beitragen.