Die vom Deutschen Ärztinnenbund (DÄB) und der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin (DGesGM) initiierte Wanderausstellung macht deutlich, warum biologische und soziale Geschlechterunterschiede in der Medizin stärker berücksichtigt werden müssen. Sie zeigt, welche Bedeutung diese Unterschiede für Prävention, Diagnostik und Therapie haben und welche Impulse sich daraus für Forschung, Lehre und die medizinische Versorgung ergeben.
„Nur wenn wir wissen, dass sich Symptome und Krankheitsverläufe bei Frauen und Männern unterscheiden, können wir wirksam und bedarfsgerecht behandeln. Gendersensible Medizin gehört deshalb zu einer modernen Diagnostik und Therapie in Praxis und Klinik dazu“, betont Catrin Steiniger, Vorsitzende des Vorstands der KVBB.
Auch für Dr. med. Steffen König, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, ist das Thema von großer Bedeutung: „Ärztliche Entscheidungen müssen sich an den individuellen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren. Dazu gehört auch, geschlechtsspezifische Unterschiede stärker ins Bewusstsein zu rücken und das Wissen darüber in der medizinischen Praxis zu verankern.“
Besuch der Ausstellung
Die Ausstellung ist im Haus der Brandenburgischen Ärzteschaft, Pappelallee 5, 14469 Potsdam, zu sehen. Das Gebäude ist montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr geöffnet. Der Besuch ist noch bis einschließlich Dienstag, 13. Oktober, möglich.