„Mit der ersten staatlichen Universitätsmedizin Brandenburgs und den ersten Studierenden beginnt ein neues Kapitel für unser Land. Die MUL-CT ist ein wegweisendes Projekt, das die Chance bietet, ärztlichen Nachwuchs auszubilden, Forschung zu stärken und die Gesundheitsversorgung insbesondere in der Lausitz langfristig weiterzuentwickeln“, sagt der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, Dr. med. Steffen König. Zugleich baut die MUL-CT auf der hervorragenden Arbeit der Medizinischen Hochschule Brandenburg und der HMU Potsdam zum Ausbau der medizinischen Ausbildung im Land auf.
Die LÄKB sieht in dem patientenzentrierten Modellstudiengang mit seinen Schwerpunkten Digitalisierung und Gesundheitssystemforschung einen innovativen Ansatz, der den Herausforderungen eines modernen Gesundheitswesens Rechnung trägt. Gleichzeitig unterstreicht sie die Bedeutung der Universitätsmedizin für den Strukturwandel in der Lausitz und für die Attraktivität des Gesundheitsstandortes Brandenburg.
„Jetzt gilt es, die weitere Entwicklung eng zu begleiten und die notwendigen Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Erfolg zu schaffen. Dazu gehören eine verlässliche Finanzierung ebenso wie eine enge Vernetzung mit den bestehenden Kliniken, Praxen und Weiterbildungseinrichtungen im Land“, sagt Dr. König. „Die Politik steht zugleich in der Verantwortung, den Arztberuf wieder attraktiver zu machen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Begeisterung für diesen Beruf wecken und erhalten.“
Mit 36 Studienanfängerinnen und Studienanfängern startet der Modellstudiengang zum Wintersemester 2026/2027. Aus Sicht der Landesärztekammer Brandenburg ist dies ein wichtiger erster Schritt, dem nun eine kontinuierliche und langfristige Entwicklung folgen muss.