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Verleihung 2015

Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg für Frau Dr. med. Renate Schuster

Die Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg wurde durch den Präsidenten der Landesärztekammer Brandenburg, Herrn Dr. Udo Wolter, am 5. September 2015 an Frau Dr. med. Renate Schuster verliehen.

Verleihung Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg an Frau Dr. med. Renate Schuster

Die vom Präsidenten, Dr. med. Udo Wolter, zu Ehren Frau Dr. med. Renate Schuster vorgetragene Laudatio hatte folgenden Wortlaut.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
meine sehr verehrten Damen, meine Herren,
liebe Kollegin Dr. Renate Schuster,

aus Anerkennung für Ihr ehrenamtliches Engagement für die Brandenburger Ärzteschaft hat der Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg auf seiner Sitzung am 12. Juni 2015 beschlossen, Ihnen die Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg zu verleihen.

Renate Schuster ließ es sich nicht nehmen, nach ihrem Studium der Humanmedizin, die Chirurgie zu erlernen. Diesem Gebiet blieb sie bis zu ihrem Ruhestand treu. Sie spezialisierte sich vorwiegend auf die Bauchchirurgie, wie wir dieses Gebiet früher nannten und konnte nach Einführung der Schwerpunktbezeichnung „Viszeralchirurgie“ 1998 diesen Titel erwerben. Daneben konnte sie aber auch auf dem Gebiet der Handchirurgie lange Jahre erfolgreich arbeiten. Schon vor der Wende war sie intensiv an der Ausbildung und nach der Wende an der Weiterbildung junger Kolleginnen und Kollegen beteiligt.
1981 wurde sie im Krankenhaus Märkisch-Oderland in Strausberg zur Oberärztin ernannt.
Die letzten Jahre war sie als leitende Oberärztin an der chirurgischen Klinik am Krankenhaus Märkisch Oderland tätig. Sie kann auf eine erfolgreiche 40-jährige klinische Tätigkeit zurückblicken.

Nach der Wende wurde sie Gründungsmitglied des Virchowbundes und wurde alsbald Mitglied im Marburger Bund. Als im Juni 1990 Kolleginnen und Kollegen aus den Bezirken Frankfurt/Oder, Potsdam und Cottbus ins Bezirkskrankenhaus Cottbus gerufen wurden, um eine Ärztekammer zu gründen, war auch Renate Schuster dabei. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Ärztekammer Brandenburg e.V.
Bereits am Gründungstag im Juni 1990 meldete sie sich für die Arbeitsgruppe Berufsordnung und übernahm den Vorsitz. Jetzt galt es, bei den Ärztekammern der alten Länder Infomaterial über deren Berufsordnungen einzuholen. Dieses gelang, wie bei der Weiterbildung, problemlos, und so konnte sie bereits im August 1990 auf der 2. Sitzung der Ärztekammergründungsgruppe in Potsdam erste Vorstellungen zu diesem Thema vorlegen.
Als dann die Ausschüsse der Ärztekammer gewählt wurden, bekam sie den Vorsitz zugesprochen und arbeitet bis heute auf diesem Gebiet. Sie hat den entscheidenden Anteil an der am 16.03.1991 ersten Berufsordnung der Ärztekammer Brandenburg e.V.
Es folgten mehrere Novellierungen der Musterberufsordnung und deren Umsetzung in unserer Ärztekammer. Der Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg entsandte sie zur besseren Koordination in die Ständige Konferenz Berufsordnung der Bundesärztekammer.
Ihr Wissen auf diesem Gebiet gibt sie auch regelmäßig auf Praxisgründungsseminaren der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg weiter.

Kollegin Schuster wurde 1992 in den Vorstand der Landesärztekammer gewählt und arbeitet hier bis heute intensiv und erfolgreich mit.

Nach Gründung der Ärzteversorgung Land Brandenburg wurde sie in den Aufsichtsausschuss gewählt und ist auch in diesem bis heute tätig.

Renate Schuster ist eng mit der Arbeit des Marburger Bundes Landesverband Berlin-Brandenburg verknüpft. Bereits als 1992 die Grundlagen für die Fraktion „Marburger Bund“ in der Ärztekammer gelegt wurden, engagierte sie sich für die angestellten Kolleginnen und Kollegen. Die Mitglieder der Fraktion „Marburger Bund“ wählten sie mehrfach als Delegierte zu Ärztetagen in Kiel, Nürnberg, Düsseldorf und Frankfurt am Main.
Im Landesverband Marburger Bund Berlin-Brandenburg war sie drei Legislaturperioden im Vorstand tätig.
Sie sah bereits damals die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen der angestellten Ärztinnen und Ärzte zu verbessern. Sie kritisierte kurz nach der Wende die Rückversetzung vieler Ärzte in den AiP-Stand. Dadurch wurde bereits damals die Grundlage für einen Ärztemangel durch die Politik geschaffen, da viele Kolleginnen und Kollegen, die mit der Allgemeinmedizin begonnen hatten, nur ihre Chance im Gebietswechsel sahen. Als Meilenstein in der Marburger Bund Politik sah sie rückblickend die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes, die Abschaffung des AiP und die Loslösung von ver.di, die den Abschluss arztspezifischer Tarifverträge ermöglichten.

Nach Beendigung ihrer Klinikarbeit ist sie weiterhin als Gutachterin für das Gebiet Chirurgie tätig.
Sie gehört seit diesem Jahr zum Team der Ärztinnen und Ärzte, die die Fachsprachtests für ausländische Ärztinnen und Ärzte abprüfen.
Regelmäßig nutzt sie auch die Möglichkeiten als Kammermitglied bei stattfindenden Prüfungen in Gebieten, Schwerpunkten und Zusatzweiterbildungen teilzunehmen.

Die Landesärztekammer Brandenburg ist Ihnen aufrichtig zu Dank für nunmehr 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Ärzteschaft in Brandenburg verpflichtet. Aus diesem Grund hat der Vorstand der Landesärztekammer entschieden, Ihnen die Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg zu verleihen.

Cottbus, den 5. September 2015
Der Präsident