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Social-Media: Die Politik wacht auf

Potsdam, 20.02.2026 Die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) begrüßt ausdrücklich, dass sich nun endlich auch die Regierungsparteien und die öffentliche Diskussion insgesamt dem Thema Social-Media und dessen potenziell schwerwiegende Folgen für Kinder zuwenden. 

Die Diskussion um eine Altersbeschränkung für die Nutzung Sozialer Medien hat spätestens seit dem Social-Media-Verbot für unter 16-jährige in Australien mehr Fahrt aufgenommen. So fordert die SPD ein vollständiges Verbot der Nutzung von Social-Media-Plattformen, die CDU will über ein Mindestalter von 16 Jahren beraten. 

Digitale Mediennutzung begleitet praktisch alle Menschen tagtäglich – privat und beruflich. Dabei wurde lange unterschätzt, welche langfristigen Auswirkungen die Digitalisierung im Sinne von Suchtpotenzial auf Menschen im Allgemeinen, sowie auf Kinder und Jugendliche im Besonderen haben kann. Kinderärzte und Kinder- und Jugendpsychiater berichten von vielfachen und teils schwerwiegenden Folgen wie ausgeprägter sozialer Isolation, Angstzuständen, Minderung schulischer Leistungen und Schlafproblemen.

Der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, Frank-Ullrich Schulz, spricht sich unterdessen für eine klare Regelung an den Schulen aus. „Die Schule muss ein handyfreier Raum sein – frei von digitaler Ablenkung und geprägt von analogem Miteinander, in dem Kinder und Jugendliche ohne Suchteinflüsse und ohne digitalen Druck lernen und reifen können.“

Die LÄKB hat sich bereits in ihrer Kammerversammlung im November des vergangenen Jahres kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt. Am 11. März um 17.00 Uhr wird erneut eine Schwerpunktveranstaltung zu diesem Thema im Haus der Ärzteschaft in Potsdam stattfinden – zu der alle eingeladen sind. Dabei werden ein Medienunternehmer sowie mehrere Fachärzte mit einschlägiger Erfahrung auf diesem Gebiet über den Stand der Erkenntnisse und notwendige Schritte diskutieren.