In Brandenburg wurde das „Netzwerk Hitzeaktionsplan“ eingerichtet, dem auch die Landesärztekammer Brandenburg angehört. Das Netzwerk unterstützt den Aufbau kommunaler und institutioneller Hitzeaktionspläne und fördert konkrete Schutzmaßnahmen insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke, Pflegebedürftige sowie weitere gefährdete Bevölkerungsgruppen. Am Freitag, 12. Juni, 10 Uhr, beschäftigt sich das Netzwerk in seinem siebten Treffen mit den Themen „Stromversorgung bei Hitzeereignissen“ sowie „Hitzeschutz bei Veranstaltungen, im Tourismus und im organisierten Sport“.
„Hitze kostet Gesundheit und sie kostet Menschenleben. Hitzeschutz muss als fester Bestandteil der Krisenvorsorge etabliert werden – im Gesundheitswesen, in den Kommunen und in der gesamten Gesellschaft“, sagt LÄKB-Präsident Dr. med. Steffen König.
Im Positionspapier des Bündnisses Hitzeaktionstag, dem auch die Bundesärztekammer angehört, fordern die Bündnis-Teilnehmer, Hitze und andere Extremwetterlagen bei der Krisenresilienz mitzudenken. Langanhaltende, extreme Hitzeperioden ohne nächtliche Abkühlung und stabile Hochdrucklagen stellten eine große Belastung für Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen und die kritische Infrastruktur dar. Notwendig seien klare Zuständigkeiten und die Integration von Extremhitze in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz, effektive soziale Schutzstrukturen für Risikogruppen und Finanzierung von resilienten Prozessen, Belegschaften, Einrichtungen, Quartieren und Infrastrukturen.
Eine Online-Veranstaltung der Bundesärztekammer zum Hitzeaktionstag mit dem Schwerpunkt „Hitze, Sport und Gesundheit“ findet am Donnerstag, 11. Juni, von 14 bis 16 Uhr statt. Informationen zu der Online-Veranstaltung, zum Netzwerktreffen sowie eine Übersicht aller weiteren Veranstaltungen finden Sie auf www.hitzeaktionstag.de.